Der Kleine Arber und der Kleine Arbersee
Der Kleine Arber im östlichen Landkreis Cham ist mit 1384 m der höchste Berg der Oberpfalz. Die Grenze zwischen Niederbayern und der Oberpfalz verläuft zwischen den Gipfeln des Großen Arbers (1456 m) und des Kleinen Arbers. Auf dem felsigen Gipfel steht ein stattliches Holzkreuz mit Gipfelbuch, der Ausblick reicht über den Lamer Winkel bis ins Zellertal. Auf den Kleinen Arber führen zahlreiche Wanderwege unter anderem von Bodenmais, dem Kleinen Arbersee oder von Schareben, außerdem verläuft der Weitwanderweg E6 vom Kaitersberg zum Falkenstein über den Gipfel.
Der Kleine Arbersee in der Nähe von Lohberg ist einer von drei Seen des Bayerischen Waldes. Auf der tschechischen Seite dieses ausgedehnten Waldgebietes befinden sich im Böhmerwald weitere fünf Seen. Die Seen sind Relikte der Eiszeit und sind als Karseen, Zungenbeckenseen oder als Mischformen beider einzuordnen und von einem teils dichten Hochwald umschlossen. Der Kleine Arbersee weist einen sehr niedrigen pH-Wert auf, lediglich Kleinlebewesen können in diesem Milieu überleben.
Ein besonderes Merkmal der beiden Arberseen (Kleiner und Großer Arbersee) sind die so genannten Schwingrasen, die am Ufer aufsitzen und gegen die Wasserfläche vorwachsen. Insbesondere am Kleinen Arbersee ist dieses ungewöhnliche Naturphänomen zu bewundern. Da dieser im 19. Jahrhundert zum Triften des Holzes aufgestaut wurde, haben sich die Moorfilze vom Ufer losgelöst und trieben lange Zeit als "schwimmende Inseln“ auf dem See. Seit einigen Jahren ist ihre Position aber stabil. Stellenweise haben die Inseln eine Dicke von 1,5 bis 3,5 Meter, so dass sogar 40 bis 60jährige Fichten auf ihnen wachsen. Die größte Insel hat eine Ausdehnung von 4.500 m². Die Wassertiefe schwankt, laut Messungen Mitte der 90er Jahre, zwischen 6 und 10 Metern.







